Praktische Pädagogik
Lernberatung
Claudia Hartmann


begehen und erfahren

Ich werde oft skeptisch beäugt, wenn ich vom Labyrinth und meiner Idee, ein begehbares Labyrinth
an unterschiedlichen Orten in Berlin aufzubauen, erzähle. "Was ist denn so spannend daran durch
ein Labyrinth zu gehen?", höre ich manchmal. Ja, was ist so spannend daran? Dabei fällt mir auf ...
ich kann es gar nicht beschreiben. Man muss es spüren, begreifen und erfahren. Und die Erfahrungen
sind so unterschiedlich wie die Menschen unterschiedlich sind. Und das macht dieses Symbol für mich
so lebendig, lebensnah und lehrreich.
 
   
Am 23. Juli startete ich dann endlich mit dem MOVING LABYRINTH. Ich packte meine Kisten mit den
gesammelten Gläsern und meinen Aufbauplan aus. Nach und nach stellte ich Glas für Glas auf.  Langsam
entstand ein Labyrinth. Während ich aufbaute, betraten Menschen die Apostel Paulus Kirche in Schöneberg.
Vorsichtig stiegen sie über meine Gläser, um in die Kirche zu gelangen. Einige blieben am Eingang stehen,
waren neugierig und fragten nach. "Ich baue ein Lichter-Labyrinth auf. Ich lade Sie ein durchzugehen und
zu erfahren", antwortete ich. Sie blieben und gingen nacheinander durch das Lichter-Labyrinth.

Ihre unterschiedlichen Erfahrungen teilten sie im Buch der Erfahrungen:
"Eine erstaunliche Erfahrung ... der Weg zeigt sich erst beim Gehen. Das ermutigt, den ersten Schritt zu gehen,
 auch wenn man den Weg noch nicht kennt"
"Wunderschöne Erfahrung ... Ganz weit weg vom Ziel ist man ihm sehr nah ... oft stimmt die Emfpindung von
 Nähe und Ferne auch im Leben nicht."
"Wie interessant! Voller Zweifel rein ins Labyrinth. Mit Klarheit wieder raus!"
Danke dafür!
Ich freu mich schon jetzt auf meinen nächsten Ort.
Bleiben Sie gespannt.