Praktische Pädagogik
Lernberatung
Claudia Hartmann


Befreite Wahrnehmung und was eine liegende Acht damit zutun hat...

Neulich stehe ich in der Schlange an der Kasse eines Supermarktes. In solchen Momenten
schaue ich mir an, was die Person vor mir alles im Einkaufswagen hat. Beobachte alles um
mich herum. Dabei bemerke ich eine Frau, die mit ihrem kleinen Sohn den Laden betritt und
in den Gängen verschwindet. Eine Minute später wuselt der kleine Junge an der Kasse an uns
vorbei und verschwindet blitzschnell in den Gängen. Kurze Zeit später taucht die Mutter in Panik
auf und ruft ihn. Ihr erster Impuls ist, ihn auf der Straße zu suchen. Ich signalisiere ihr, dass er
im Laden ist und nicht auf der Straße. Dankbar und erleichtert sucht sie dort weiter.
Mir fällt auf, dass die anderen an der Kasse die Frau irritiert ansehen. Anscheinend ist keinem
aufgefallen, dass beide in den Laden kamen und der Junge an uns vorbei wuselte. Ich schien
die Einzige zu sein, die das wahrgenommen hat.

Wie wir die Welt sehen und unser Wohlbefinden, hängt von unserer Wahrnehmung ab.

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begehen und erfahren

Ich werde oft skeptisch beäugt, wenn ich vom Labyrinth und meiner Idee, ein begehbares Labyrinth
an unterschiedlichen Orten in Berlin aufzubauen, erzähle. "Was ist denn so spannend daran durch
ein Labyrinth zu gehen?", höre ich manchmal. Ja, was ist so spannend daran? Dabei fällt mir auf ...
ich kann es gar nicht beschreiben. Man muss es spüren, begreifen und erfahren. Und die Erfahrungen
sind so unterschiedlich wie die Menschen unterschiedlich sind. Und das macht dieses Symbol für mich
so lebendig, lebensnah und lehrreich.
 
   
Am 23. Juli startete ich dann endlich mit dem MOVING LABYRINTH. Ich packte meine Kisten mit den
gesammelten Gläsern und meinen Aufbauplan aus. Nach und nach stellte ich Glas für Glas auf.  Langsam
entstand ein Labyrinth. Während ich aufbaute, betraten Menschen die Apostel Paulus Kirche in Schöneberg.
Vorsichtig stiegen sie über meine Gläser, um in die Kirche zu gelangen. Einige blieben am Eingang stehen,
waren neugierig und fragten nach. "Ich baue ein Lichter-Labyrinth auf. Ich lade Sie ein durchzugehen und
zu erfahren", antwortete ich. Sie blieben und gingen nacheinander durch das Lichter-Labyrinth.

Ihre unterschiedlichen Erfahrungen teilten sie im Buch der Erfahrungen:
"Eine erstaunliche Erfahrung ... der Weg zeigt sich erst beim Gehen. Das ermutigt, den ersten Schritt zu gehen,
 auch wenn man den Weg noch nicht kennt"
"Wunderschöne Erfahrung ... Ganz weit weg vom Ziel ist man ihm sehr nah ... oft stimmt die Emfpindung von
 Nähe und Ferne auch im Leben nicht."
"Wie interessant! Voller Zweifel rein ins Labyrinth. Mit Klarheit wieder raus!"
Danke dafür!
Ich freu mich schon jetzt auf meinen nächsten Ort.
Bleiben Sie gespannt.
   

Moving Labyrinth - Folge dem roten Faden der Ariadne durch Berlin

Ein Labyrinth beginnt seine Wanderung und damit auch der rote Faden durch Berlin.

Am 23. Juli baue ich das erste Lichterlabyrinth in der Apostel-Paulus-Kirche in Berlin Schöneberg auf.
Zwischen 18-21 Uhr haben Sie die Möglichkeit es zu begehen, hinein zu spüren und Ihre ganz eigene
Erfahrung damit zu machen.
Ich lade Sie ein.

Um 19 Uhr findet in der Kirche die Lesung "Der Faden der Ariadne- Geschichten aus dem Labyrinth"
von Gerd Brendel statt.
Mehr aus der griechischen Mythologie zum Labyrinth, Minotaurus, Theseus und dem Faden der Ariadne.

 

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  1. Labyrinth oder Irrgarten?